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Kultur- und Wissenschaftsaustausch zwischen Deutschland und Ägypten

Deutsche Kultur in den Augen ägyptischer Schüler

Deutsche Kultur in den Augen ägyptischer Schüler. Malaktion ägyptischer PASCH-Schüler 2018., © Botschaft Kairo/M.Tödt

11.07.2019 - Artikel

Die kulturelle, schulische und wissenschaftliche Zusammenarbeit bilden das Fundament der engen Beziehungen zwischen Deutschland und Ägypten.


Die kulturelle, schulische und wissenschaftliche Zusammenarbeit bilden das Fundament der engen Beziehungen zwischen Deutschland und Ägypten. In keinem anderen Bereich der bilateralen Beziehungen bestehen so zahlreiche, langjährige und enge zwischenmenschliche Kontakte. Die Botschaft fördert diesen Austausch in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von deutschen Partnern im Kultur- und Wissenschaftsbereich, darunter die Goethe-Institute in Kairo und Alexandria, der Deutsche Akademische Austauschdienst Kairo, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, das Deutsche Archäologische Institut Kairo, der Pädagogische Austauschdienst, die sieben deutschen Auslandsschulen in Kairo, Alexandria und Hurghada sowie die 26 vom Goethe-Institut und von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen betreuten FIT- und DSD-Schulen.


Kultureller Austausch und deutsche Bildungsangebote in Ägypten

Goethe Institut Kairo
Goethe Institut Kairo© GI Kairo/R. Anis

Der kulturelle Austausch und das deutsche Bildungsangebot in Ägypten sorgen dafür, dass sich viele Menschen in Ägypten mit Deutschland verbunden fühlen und die deutsche Sprache erlernen. Die vielfältigen kulturellen und Bildungsangebote der Goethe-Institute öffnen sprachliche Türen und schaffen Raum für gemeinsame Kreativität. Kulturmanager und Kulturmanagerinnen der Robert-Bosch-Stiftung führen diese Arbeit außerhalb der Metropolen Kairo und Alexandria fort und organisieren Kulturprojekte mit lokalen Partnern.

Die inzwischen auf sieben angewachsenen deutschen Auslandsschulen und ihre angegliederten Kindergärten sind ein traditioneller und hochgeschätzter Bestandteil der ägyptischen Kindergarten- und Schullandschaft. Viele Leistungsträger der ägyptischen Gesellschaft haben ihre Schulbildung an diesen renommierten Schulen genossen und sind mit deutscher Kultur und Sprache großgeworden. Diese Bindung an Deutschland und seine Kultur wird häufig über Generationen gepflegt und führt zu deutschen Bildungsbiographien, die unsere beiden Gesellschaften bereichern. Zuzüglich der DSD- und FIT-Schulen gibt es in Ägypten insgesamt 33 PASCH-Schulen, die beständig zur Steigerung von hochqualitativen Bildungsangeboten in Ägypten beitragen. 

Restaurierung der Goldmaske des Tutenchamun durch deutsche Archäologen
Restaurierung der Goldmaske des Tutenchamun durch deutsche Archäologen© EPA

Deutschland ist seit jeher stark engagiert bei der Erforschung und dem Schutz der jahrtausendealten ägyptischen Altertümer. Das Deutsche Archäologische Institut Kairo (DAI) und eine Reihe deutscher Universitäten arbeiten mit ägyptischen Partnern bei Grabungen, z.B. in Assuan, Dahschur oder Kairo, zusammen. Gemeinsame Grabungen verzeichnen immer wieder wichtige Funde und Erfolge, so etwa im Rahmen der Restaurierung der Goldmaske des Tutankhamun oder der deutsch-ägyptischen Gemeinschaftsgrabung im Tempel von Heliopolis.



Deutsch-ägyptische Wissenschaftskooperation

Ein wichtiges und zukunftsweisendes Feld ist auch die Wissenschaftskooperation. In bi- und multilateralen Forschungsprojekten arbeiten deutsche und ägyptische Wissenschaftler eng zusammen. Zahlreiche Stipendienprogramme zielen auf den Austausch von Erfahrungen und innovativen Ideen ebenso wie auf einen kulturellen Dialog und den Aufbau persönlicher, grenzüberschreitender Netzwerke. Bis heute haben sich über ein Dutzend binationale Masterstudiengänge zwischen deutschen und ägyptischen Hochschulen etabliert.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), der seit 1960 ein Büro in Kairo hat, unterstützt Studien- und Forschungsaufenthalte von jährlich rund 1500 ägyptischen sowie 400 deutschen Studierenden und Wissenschaftlern. Weitere Fördermöglichkeiten bieten z.B. die Alexander-von-Humboldt Stiftung sowie spezielle kofinanzierte Stipendienprogrammefür Lang- und Kurzzeitaufenthalte von Forschern in Deutschland.

Eine Reihe deutscher Forschungseinrichtungen und Universitäten unterhält ebenfalls Verbindungsbüros in Kairo: Das Orient-Institut Beirut, die Technischen Universitäten Berlin und München, die Freie Universität Berlin und die Philipps-Universität Marburg. Die Technische Universität Berlin hat seit 2012 zudem einen Campus in El Gouna am Roten Meer. Daneben besteht die German University Cairo (GUC), die 2001 auf private Initiative gegründet und 2003 eröffnet wurde, als größtes deutsches transnationales Bildungsprojekt. Im Februar legte Bundeswirtschaftsminister Altmaier den Grundstein für die German International University (GIU), deren Ziel es ist deutsche Fachhochschulbildung in Ägypten zu ermöglichen.

Ein besonderer Fokus der deutsch-ägyptischen Wissenschaftszusammenarbeit ist der Klima- und Umweltschutz: 2011 wurde von der Deutschen Botschaft Kairo in enger Kooperation mit dem ägyptischen Umweltministerium, dem DAAD und der GIZ die Veranstaltungsreihe Cairo Climate Talks (CCT) ins Leben gerufen, die Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu drängenden umwelt- und klimapolitischen Fragen in Workshops und öffentlichen Panelveranstaltungen zusammenbringt. Im Frühjahr 2019 feierten die CCT ihre sechzigste Ausgabe.


https://www.cairoclimatetalks.com

CCT
CCT© Cairo Climate Talks








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