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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ägypten

07.02.2018 - Artikel

Ägypten ist ein wichtiger entwicklungspolitischer Partner Deutschlands in der Region und einer der größten Partner weltweit. Das liegt an seiner großen und jungen Bevölkerung, seiner politischen Bedeutung für die Region und seinen wirtschaftlichen Potenzialen.

Bereits seit den 1960er-Jahren arbeiten Ägypten und Deutschland deshalb entwicklungspolitisch zusammen. Das Portfolio der laufenden Entwicklungskooperation mit Ägypten beträgt rund 1,7 Milliarden Euro in Darlehen und Zuschüssen, die gegenwärtig umgesetzt werden.

Blick vom Kairo Tower auf den Nil
Blick vom Kairo Tower auf den Nil© www.picture-alliance.com

 Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit liegt im gemeinsamen Interesse beider Länder. Sie verbessert konkret die Lebensbedingungen der Bevölkerung in Ägypten und vertieft gleichzeitig die enge Partnerschaft zwischen beiden Völkern in für die gemeinsame Zukunft wichtigen Bereichen. Dazu gehören Rechtssicherheit und die Verwirklichung der Menschenrechte als konstitutive Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Landes.

Dabei steht das Land nach Jahren des Umbruchs vor großen gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Die Wirtschafts- und Finanzlage hat sich durch geringere aus- und inländische Investitionen und das Ausbleiben von Touristen verschlechtert, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch, es fehlt an Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Teilhabe am politischen Leben. Das Bevölkerungswachstum ist hoch und holt Wohlfahrtsgewinne immer wieder ein. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Einwohnerzahl Ägyptens verdoppelt und liegt inzwischen bei deutlich über 90 Millionen Menschen. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre, und über 40 Prozent der Ägypterinnen und Ägypter leben von weniger als zwei US-Dollar am Tag.

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