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Deutschland und Ägypten: bilaterale Beziehungen

06.10.2022 - Artikel

Deutschland und Ägypten verbindet das Interesse an der friedlichen Lösung regionaler Konflikte. Beide Länder arbeiten im Münchener Format zum Nahostfriedensprozess und dem Berliner Prozess zu Libyen zusammen. 

Deutschland engagiert sich in vielfältiger Weise in Ägypten: durch Handel- und Wirtschaft wie auch den Einsatz für Menschenrechte und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Ägypten ist Schwerpunktland der deutschen Entwicklungspolitik und der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. 

Das Deutsch-Ägyptische Handelsvolumen betrug im Fiskaljahr 2021/22 nach Angaben der ägyptischen Statistikbehörde  4,8 Milliarden US-Dollar. Nach einem deutlichen Rückgang der Anzahl deutscher Tourismusreisen nach Ägypten während der Covid-Pandemie 2020/21 hat sich die Anzahl deutscher Touristen, die das Land besuchen, in der ersten Jahreshälfte 2022 mit über 600.000 Einreisen merklich erhöht. Damit stellen deutsche Besucher in der ersten Jahreshälfte 2022 wie auch vor der Pandemie wieder die größte Gruppe von ausländischen Touristen in Ägypten dar. 

Mit 1,6 Milliarden Euro an Darlehen und Zuschüssen ist Ägypten eines der größten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Vereinbart sind folgende Förderschwerpunkte: Beschäftigung für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, einschließlich Privatsektorentwicklung, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Daneben stellt Deutschland auch Mittel für den Bau von Grundschulen, Mädchen- und Frauenförderung, Verwaltungsreformen, sowie für die Stadtteilentwicklung zur Verfügung. 

An sieben deutschen Auslandschulen in Ägypten lernen rund 4.000 Schülerinnen und Schüler. Die Goethe-Institute in Kairo und Alexandria bieten neben einem umfangreichen Sprach- und Bildungsangebot zahlreiche Veranstaltungen an. Etwa 19.000 Menschen studieren an 36 ägyptischen Universitäten Germanistik und Lehramt Deutsch oder lernen studienbegleitend „Deutsch als Fremdsprache“ und werden dabei von Lektorinnen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) unterstützt. Die Zahl der Deutschlernenden wird insgesamt auf ca. 400.000 Personen geschätzt. Das Deutsche Archäologische Institut führt neben zahlreichen Ausgrabungen auch Restaurierungsprojekte durch – unter anderem auch islamischer Baudenkmäler in der Altstadt von Kairo. 

Im Wissenschaftssektor sind vier deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit eigenen Büros vertreten, der DAAD mit einer Außenstelle. Deutschland unterstützt ferner die “German University Cairo” und die “German International University”.

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